irischeGraham Norton: "Eine Irische Familiengeschichte"

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Elizabeth Keane aus New York nach Irland zurück um den Haushalt aufzulösen. In die Kleinstadt zurückzukehren bringt viele Erinnerungen zurück. Patricia Keane hatte ihre Tochter als alleinerziehende Mutter aufgezogen; kein einfaches Leben im Irland der 1970er. Elizabeth wusste von ihrem Vater nur, dass er gestorben war, als sie noch ein Baby war. Andererseits gab es immer Gerüchte, weil niemand Patricias Verlobten je gesehen hatte und sie nach einigen Monaten allein mit einem Baby wieder zurückkam. Beim Räumen findet Elizabeth Briefe ihres Vaters. Sie macht sich auf den Weg zu der abgelegenen Farm, auf der sie geboren wurde. Was sie dort findet ist eine traurige und verstörende Familiengeschichte, die sie tief erschüttert.

Auf einer zweiten Zeitebene wird das Leben von Patricia erzählt, die auf diese abgelegene Farm kam, um ihre zukünftige Schwiegermutter kennenzulernen und erst Monate später nach Hause zurückkehren konnte. Ich liebe die Sprache dieses Autors und die Art, wie er es schafft, diese zutiefst traurige Geschichte in ein positives Buch zu verwandeln. Es ist zwar erst Frühling, aber dieser Roman gehört schon jetzt zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern des Jahres.

Leseempfehlung von Regine Frei, Buchhändlerin, Bern

Erschienen 2019, 978-3-463-40720-3
Kindler Verlag
gebundene Ausgabe Preis ca: 30.00