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19 taverna simon Wer bist du? Roman von Simon Taverna

Wir schreiben das Jahr 1466. Eine grossgewachsene Frau betritt die Kapelle des Klosters Einsiedeln. Erinnerungen an einen tragischen Vorfall aus ihrer Vergangenheit lasten schwer auf ihr. Sie will die Nacht in der Kapelle verbringen, in der Hoffnung endlich Frieden zu finden.
Hinter ihr liegt ein steiniger Weg und ein Leben voller unerwarteter Wendungen. Simon Taverna nimmt uns mit auf eine Reise durch die Schweiz des Spätmittelalters. Er zeigt, wie Menschen vereinnahmt und manipuliert werden, und führt durch ein raffiniertes Spiegellabyrinth der Seele, in dem alles möglich scheint und nichts sein muss.

Über den Autor Simon Taverna

 Simon Taverna wurde 1982 geboren. Er wuchs im Bündnerischen Malans auf.
Sein Interesse galt schon in frühen Jahren der Kultur und Religion. Darum studierte er Religionswissenschaft, Ethnologie und Theologie.
Der Roman «Wer bist du?» ist sein Erstlingswerk. Die Idee dazu entsprang der Faszination für das Unverfügbare.
Heute ist Simon Taverna Pfarrer in Signau und Eggiwil und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bern.

«Wer bist du?» von Simon Taverna
ISBN 978-3-906860-25-1
160 Seiten CHF 28.00,

 

Anna der Indianer von Livia Anne Richard

anna der indianer webAnna ist vier Jahre alt, als ihr auf einen Schlag klar wird, warum sie beim Cowboy- und Indianerspiel immer die Squaw spielen muss, wo sie doch viel lieber der Chefindianer wäre. Weil sie ein Mädchen ist. Anna beschliesst, fortan als Winnetou durch die Welt zu gehen. Bis sie im Austauschjahr in Kalifornien Namid kennenlernt. Mit ihm würde sie gern schlafen, doch der Indianer in ihr meldet sich zu Wort und ist dagegen. Um den Indianer loszuwerden, spielt Anna eine Frau. Was nicht leicht ist, denn als Indianer hast du den Reflex, jedem eins über die Rübe zu ziehen, der dir an die Rothaut will. Erst als Anna sich Hals über Kopf in den viel älteren Nico verliebt, hat sie das, was sie so sehr gesucht hat: keine Angst mehr vor körperlicher Nähe. Ein Gefühl für ihr Frau-Sein. Doch was ist mit diesem Nico? Was stimmt da nicht?

Livia Anne Richard ist eine Sprachkünstlerin. Mit ihrem Erstlingsroman vermag mich Livia zu fesseln, wie mit ihren vielen Übersetzugen, die sie fürs Theater gemacht hat. Sie packt auch in diesem Buch Themen an, die einem berühren und mitten ins Herz treffen. Unbedingt lesen. Einfach Lesen.

Livia Anne Richard, 1969 in Bern geboren, arbeitete zuerst als Schauspielerin, dann begann sie Stücke zu inszenieren und auch selbst zu schreiben. Mit ihren Produktionen auf dem Gurten und auf dem Riffelberg oberhalb Zermatt hat sie sich weithin einen Namen geschaffen, mit «Dällebach Kari» etwa oder mit «The Matterhorn Story». «Anna der Indianer» ist ihr erster Roman.

 

 

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Die Sonnenschwester von Lucinda Riley

Reich, berühmt und bildschön: das ist Elektra d'Aplièse, die als Model ein glamouröses Leben in New York führt. Doch der Schein trügt - in Wahrheit ist sie eine verzweifelte junge Frau, die im Begriff ist, ihr Leben zu ruinieren. Da taucht eines Tages ihre Großmutter Stella auf, von deren Existenz Elektra nichts wusste. Sie ist ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht. Als Stella ihr die berührende Lebensgeschichte der jungen Amerikanerin Cecily Huntley-Morgan erzählt, öffnet sich für Elektra die Tür zu einer neuen Welt. Denn Cecily lebte in den 1940er Jahren auf einer Farm in Afrika - wo einst Elektras Schicksal seinen Anfang nahm ...

Ein weiteres Buch der hervorragenden Schriftstellerin Lucinday Riley

 

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Balg von Tabea Steiner

Der Traum vom Familienidyll auf dem Land erweist sich für Antonia und Chris als trügerisch. Der Alltag mit Kind ist anstrengender als erwartet und zu den Gefühlen von Isolation und Überforderung gesellt sich eine zunehmende Entfremdung. Das Paar trennt sich und Antonia sorgt fortan alleine für Timon. Sie droht im tristen, von Armut geprägten Alltag unterzugehen und kümmer sich nur halbherzig um ihren Sohn. Timon wehrt sich immer verzweifelter gegen diese Vernachlässigung, doch niemand erkennt den Hilferuf; Timon wird nur noch stärker ausgegrenzt. Einzig der ehemalige Lehrer Valentin, der sich im Dorf, wie Timon, zugleich eingeengt und ausgeschlossen fühlt, findet Zugang zu dem Jungen. Zwischen den beiden wächst ein fragiles Vertrauen, das von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt wird.in einem kunstvollen Spiel der Perspektiven beleuchtet Tabea Steiner eindrücklich die schleichende Eskalation zwischen Timon und Antonia sowie die zögerliche Annäherung zwischen Valentin und Timon. In kurzen Szenen werden subtile Entwicklungsschritte präzise eingefangen. Jedes gesagte Wort, jede Geste zählt und das Ungesagte wiegt schwer.

Tabea Steiner, 1981, studierte Germanistik und alte Geschichte in Bern und hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Wahrnehmung in zeitgenössischer Landschaftslyrik befasst. Sie ist auf einem Bauernhof in der Ostschweiz aufgewachsen und lebt heute in Zürich.
Ihr erster Roman "Balg" erschien im Frühjahr 2019 in der Edition Bücherlese und wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert.

ISBN 978-3-906907-19-2
Verlag
Edition Bücherlese
Seiten 240 Seiten

 

 

irischeGraham Norton: "Eine Irische Familiengeschichte"

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Elizabeth Keane aus New York nach Irland zurück um den Haushalt aufzulösen. In die Kleinstadt zurückzukehren bringt viele Erinnerungen zurück. Patricia Keane hatte ihre Tochter als alleinerziehende Mutter aufgezogen; kein einfaches Leben im Irland der 1970er. Elizabeth wusste von ihrem Vater nur, dass er gestorben war, als sie noch ein Baby war. Andererseits gab es immer Gerüchte, weil niemand Patricias Verlobten je gesehen hatte und sie nach einigen Monaten allein mit einem Baby wieder zurückkam. Beim Räumen findet Elizabeth Briefe ihres Vaters. Sie macht sich auf den Weg zu der abgelegenen Farm, auf der sie geboren wurde. Was sie dort findet ist eine traurige und verstörende Familiengeschichte, die sie tief erschüttert.

Auf einer zweiten Zeitebene wird das Leben von Patricia erzählt, die auf diese abgelegene Farm kam, um ihre zukünftige Schwiegermutter kennenzulernen und erst Monate später nach Hause zurückkehren konnte. Ich liebe die Sprache dieses Autors und die Art, wie er es schafft, diese zutiefst traurige Geschichte in ein positives Buch zu verwandeln. Es ist zwar erst Frühling, aber dieser Roman gehört schon jetzt zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern des Jahres.

Leseempfehlung von Regine Frei, Buchhändlerin, Bern

Erschienen 2019, 978-3-463-40720-3
Kindler Verlag
gebundene Ausgabe Preis ca: 30.00

 

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