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21 halligatasUrsula Pecinska "Hallgatá" Das Tagebuch der Krisztinavon

Sándor Márais Roman Die Glut aus dem Jahr 1942 bildet den Echoraum für Ursula Pecinskas Hallgatás. Das Tagebuch der Krisztina. Die Autorin hat es gewagt, das Tagebuch der Krisztina aus dem Feuer zu retten und es ist ihr gelungen, mit diesem Buch ein Geheimnis zu lüften ohne die Schönheit des Geheimnisses zu verletzen. Wo Márai den Leser in rätselhafter Ungewissheit zurücklässt, knüpft Ursula Pecinska geschickt an die Geschichte der Freunde Konrád, Henrik und dessen Frau Krisztina an und schreibt eine berührende Erzählung, die es – auch ohne Kenntnis des Kontextes – vermag, den Leser in ihren Bann zu ziehen.

187 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen
bilgerverlag, Zürich / www.bilgerverlag.ch

Ursula Pecinska, Hallgatás Das Tagebuch der Krisztina, bilgerverlag 2015

Ursula Pecinska, geboren 1947 in Winterthur. Sie lebt nach längeren Aufenthalten in England, Kanada und Polen seit 2000 in Blauen, Baselland. Ursula Pecinska ist Herausgeberin des Buches Basel: Visionen und verpasste Chancen und publizierte immer wieder Beiträge zu kulturellen Themen in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften.

Text zum Buch von Anne-Catherine Eigner

Liebster Henrik, Konrad wollte dich nicht töten! Ein kurzer erster Satz, bei dem die Wörter „liebster“ und „töten“ eine Klammer bilden, die Abgründe eröffnen.

Doch in diesem Buch geht es nicht ums Töten, sondern ums am Leben bleiben, auch wenn einen der emotionale Strudel in den Abgrund reisst. Und wenn es sich erweist, dass Sturheit stärker ist, als das Bedauern darüber und die Liebe.

Hallgatás ist eine Art inoffizielle Weiterführung des Erfolgsromans „Die Glut“ des ungarischen Autors Sándor Márai. Darin erzählt er von einem Dreiecksverhältnis, das keines ist und das im Schweigen endet und damit, dass das Tagebuch der weiblichen Hauptfigur Krisztina im Kamin verbrennt. Niemand findet sich, alle leiden. Doch was stand eigentlich im Tagebuch der Krisztina?

Die Basler Autorin Ursula Pecinska hat sich das ausgedacht und in einem intimen kleinen Roman niedergeschrieben. Das Buch hätte auch „Die Asche“ heissen können, aber Hallgatás, was auf Ungarisch Schweigen bedeutet, passt eigentlich noch besser.

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17 sieliebtSIE LIEBT von Karin Hobi-Petrl

Lena, 32, ist Single und möchte dies nach einer gescheiterten Beziehung auch bleiben. Ein neuer Job, ein attraktiver Liebhaber, ungebunden und ohne jegliche Verpflichtungen. Das passt ganz gut so. Doch dann verschwindet Sandy, ihre beste Freundin. Ihre Freundin, die doch zufrieden war mit ihrem Leben als Ehefrau und zweifache Mutter. Die doch alles haben konnte, was sie wollte.

Sandy bricht aus. Tauscht die Familienidylle gegen ein neues Leben. Will unabhängig und frei sein. So wie Lena. Von Neid geplagt und von Wut über ihre Vergangenheit gesteuert, eifert sie ihrer Freundin nach. Nichts kann sie aufhalten. Nichts lässt sie sich mehr gefallen. Sie würde über Leichen gehen für ihr neues, freies Leben. Und Lena? Lena beginnt zu lieben.

Karin Hobi-Pertl, 1978 in Muri/AG geboren, wuchs in Wohlen und Villmergen auf. Seit ihrer Jugendzeit schreibt sie – aus Leidenschaft und Berufung. Sie bildete sich an der HTW in Chur in Journalismus weiter und veröffentlichte 2015 ihr erstes Buch, «Lebens(t)raum Chur», in dem sie 30 Porträts über Churerinnen und Churer verfasste. «Sie liebt» ist Karin Hobi-Pertls erster Roman. Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in der Nähe von Chur.

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Driftwood GmbH
978-3952454039

 

16 trudeTrude von Rose Marie Gasser Rist

Trude wächst als siebtes Kind in einem kargen Männerhaus in Estland auf. Als junge Frau erblüht sie an der Seite ihres Liebsten Valentin. Die beiden gründen eine Familie und siedeln nach Leningrad. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges nimmt die Familie die Chance wahr und migriert nach Darwin, wo der Familienvater eine Anstellung als Ingenieur in einer Werft bekommt.

Trude überlebt dank ihrer Aborigines Freundin Bakana den Bombenhagel, den die Japaner im Februar 1942 über Darwin abwerfen. Die Kriegsjahre verbringt sie mit den Kindern im Schutz des Outbacks. Nach Kriegsende findet Trude wieder Normalität in der Arbeit und beim Begleiten ihrer Halbwüchsigen. Auf wundersame Weise gelangt ein Bernstein, den Trudes Mutter einst an einem baltischen Strand gefunden hat, zu Trude und wird fortan als symbolträchtiger Frauenstein von Mutter zu Tochter weitergereicht.

Trudes Kinder Sergej, Philipp und Anne werden flügge und gründen ihre eigenen Familien. Zwischen ihrer Enkelin Meilin und Trude entwickelt sich eine besondere starke Bindung.Nachdem der Zyklon Tracy 1974 Darwin ein zweites Mal dem Boden gleich macht, siedelt Trude zu Anne nach Brisbane. In ihrem letzten Lebensabschnitt gibt sie sich als Betreiberin eines Antiquariates ihrer Liebe zu Büchern hin.

Trude bezeichnet sich gegen Ende ihres Lebens als unausrottbare Wurzel. Zu Recht! Sie hat sich nie verbiegen lassen und sich stets ihren Eigensinn bewahrt. Annes Mann Malcolm pflegte wegen seiner kauzigen Schwiegermutter nur die Augen zu rollen.

ISBN 978-3-931560-54-8
Sheema Medien Verlag
Hardcover, 480 Seiten

Rose Marie Gasser Rist ist 1966 in Schaffhausen geboren und als jüngste von fünf Geschwistern auf einem Mehrgenerationenhof aufgewachsen. Spuren der Weltkriege, Existenzfragen und festgefahrene Geschlechterrollen haben sie als Kind geprägt. Ihren Erstberuf als Kauffrau wählte sie, weil in einem dörflichen Universum nur tote Künstler vorkommen. Eine Reise nach Australien 1988 wurde zum Befreiungsschlag. Das Vorhaben auszuwandern ist zwar gescheitert, doch die Sehnsucht nach der Welt, die Neugierde, was in und zwischen Menschen geschieht, und die Faszination für Kulturen und Mystik blieben wach.
Sie hat neben ihrer Erziehungsarbeit mehrere Jahre als Kunsttherapeutin und Interkulturelle Mediatorin gewirkt. Nach drei Publikationen wagt Rose Marie Gasser Rist heute, sich Schriftstellerin zu nennen. Als Liedermacherin und Sängerin tritt sie mit ihrem Mann Matthias Rist in verschieden Formationen öffentlich auf. Die Autorin lebt mit ihrer Familie am Bodensee.

Mehr Infos zu Rose Marie Gasser Rist

 

15 geisterDie Geister sind hellhörig von Erika Dreier

Die Geister sind hellhörig ist der Titel von Erika Dreiers Debutroman. Und nicht nur die Geister sind hellhörig. Hellhörig wird auch jeder Leser dieser einfühlsam erzählten Geschichte einer Krankenschwester, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern nach Paraguay reist und in einem Busch-Hospital den Ureinwohnern, dem Indianerstamm der «Enlhet» zu helfen versucht. Im notdürftig eingerichteten «Hospital» wandelt sich ihr Idealismus angesichts der äusserst beschränkten Mittel bald in Verzweiflung und Ohnmacht. Sie lernt, die selbstverständliche, autonome Lebensweise der Ureinwohner zu respektieren, beginnt zu erkennen, wie wenig sie ausrichten kann und, dass es nicht in ihrer Macht steht, diesen Menschen «Hilfe» zu bringen. Ohne die dringend nötigen Medikamente muss sie, selber mit ihrem dritten Kind schwanger, hilflos zusehen wie die Indio-Kinder an Infektionskrankheiten wie Keuchhusten oder Masern sterben.

Erika Dreier, geboren 1945 in Utzendorf BE, wuchs in Zürich auf und lebt heute in Altendorf SZ. Sie betreibt das Kunstatelier art99 und ist Mitarbeiterin von räume99.
Zu ihren Veröffentlichungen gehöre Dir; Der Clown, der sein Lachen verlor und Trödelgeschichten.
2009 bis 2011 absolvierte sie den Studiengang Literarisch Schreiben an der Schule für angewandte Linguistik (SAL), in Zürich.

Erika Dreier schrieb dieses Buch als Abschlussarbeit für den Studiengang «Literarisch Schreiben» an der Schule für angewandte Linguistik, SAL, in Zürich. Die Protagonistin des Buches trägt autobiographische Züge. Eigene Erfahrungen in der Entwicklungshilfe haben Erika Dreier die Grundlage für ihren Roman Die Geister sind hellhörig geboten. In ihrer überaus feinfühligen Erzählung, die mit wenig beschreibenden Sequenzen aber treffsicheren Formulierungen das Wesentliche auszudrücken vermag, lässt Erika Dreier vor den Augen des Lesers den Chaco Boreal, den Busch Paraguays und dessen Ureinwohner lebendig werden. Wie im Busch wären zu viel Worte nur Ballast, nutzlose Luxusobjekte einer überzivilisierten Welt. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, durch die Augen von Anna, der Krankenschwester, dieses fremde Volk zu entdecken, sie einen einzigen, langen Tag zu begleiten und mit ihr an unserer tatsächlichen Hilflosigkeit zu verzweifeln.

 

 

11 schwingfestBlanca Imboden - Gipfeltreffen - erschienen im Wörterseh Verlag

Was mit dem Bestseller »Wandern ist doof« seinen Anfang nahm, erfährt endlich die lang ersehnte Fortsetzung.

Conny, die Frankfurter Kreuzworträtselkönigin, die sich im ersten Buch in Toni, den Innerschweizer Bergführer, verliebt, dann aber nach Deutschland zurückreist, macht einen großen Schritt: Sie kündigt ihren Job als Hotelrezeptionistin und zieht in die Schweiz. Auf dem Urmiberg, oberhalb Brunnen, führt sie - zusammen mit Toni - ein Bergrestaurant mit eigener Seilbahn und fantastischer Aussicht. Dort oben ergibt sich bei einem Tête-à-Tête die Idee, die Wandergruppe, der sie ihre Liebe zu verdanken haben, spontan zu einem einwöchigen Wiedersehen auf den Urmiberg einzuladen. Irrtümlich erreicht die E-Mail mit der frohen Botschaft aber auch jene »Wanderfreunde«, die keiner jemals wiedersehen wollte. Was dann alles passiert, sei hier noch nicht verraten. Nur dies: Es wird diesmal nur gewandert und nicht mehr gefastet.
Es gibt auch jetzt wieder ein Desaster, vor allem aber gibt es Versöhnung und Neubeginn, Natur und Geselligkeit und ein dickes Happy End.

"Ich mag die Büche von Blanca sehr, denn sie sind in einer verständlichen und unkomplizierten Sprache geschrieben. Ein Schmunzeln, ein Lächeln, bleibt bei jedem Buch zurück. Ich mag die bodenständige Art von Blanca." Rosmarie Bernasconi

Blanca Imboden, geb. 1962, war professionelle Sängerin, dann Sekretärin und redaktionelle Mitarbeiterin bei der »Neuen Schwyzer Zeitung«. Als das Blatt wegrationalisiert wurde, arbeitete sie als Seilbahnführerin auf dem Stoos. Daneben widmete sie sich – wie seit ihrer Schulzeit immer wieder – ihrer größten Leidenschaft, dem Schreiben. Heute ist sie vollberuflich Schriftstellerin. Nebenbei führt sie Touristengruppen durch das Victorinox-Museum in Brunnen und ist Kolumnistin bei der »Ostschweiz am Sonntag«. Für den Wörterseh schrieb sie »Wandern ist doof«, »Drei Frauen im Schnee«, »Anna & Otto«, »Matterhörner« und »Schwingfest« sowie, zusammen mit Frank Baumann, die Jugendbuchreihe »Schule ist doof«. Alle ihre Bücher standen wochenlang auf der Bestsellerliste. Blanca Imboden lebt dort, wo sie geboren wurde, in Ibach SZ.


Infos über Blanca Imboden

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